26. März 2010 at 11:08
· Filed under Bizarres, Deutsche Kultur · Posted by Daniel

Kürzlich wurde Louis van Gaal, Trainer des Fussballvereins FC Bayern München, mit dem dritten Platz der Sprachwahrer 2009 ausgezeichnet. Der Verein der Sprachpflege, welcher diese Ehrung jährlich durchführt, empfand lediglich Karl-Theoder zu Guttenberg (1.) und Ulrich Wickert (2.) für besser geeignet. Die Überraschung hierbei ist, dass es sich mit Van Gaal nicht nur um einen Niederländer handelt, der für die Erhaltung der deutschen Sprache gelobt wird, sondern zusätzlich einen Fussballehrer einer internationalen Spitzenmannschaft mit Spielern aus ganz Europa und auch Südamerika. Hervorgehoben bei seiner Auszeichnung wurden vor allem die Akribik mit der er selbst sein Deutsch verbesserte, angeblich 8 Stunden täglich, und die Einführung von Deutsch als offizielle Amtssprache beim FC Bayern. Seine Begründung dafür, wie auch ein Bericht aus der Südwest Presse deutlich macht, ist, wer in Deutschland lebt und arbeitet, muss sich der Kultur anpassen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Sprache.
Demnach müssen alle ausländischen Spieler zurück auf die Schulbank und Deutsch pauken. Eine, wie ich finde, interessante Vorgehensweise, um die Identifikation mit dem Verein zu stärken. Es zeigt abermals, dass die Verbundenheit, Kommunikation, und Gemeinschaft zu einem Gastland am einfachsten und effektivsten über das Erlernen der einheimischen Sprache führt. Van Gaal ist dabei strebsames Vorbild, wie ein Fall deutlich macht, bei dem er einen Spiegel-Reporter, welcher das Interview in Englisch oder Spanisch führen wollte, darauf hinwies, dass beide doch in Deutschland seien und somit Deutsch reden sollten.
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19. März 2010 at 12:24
· Filed under Online-Hilfen · Posted by Daniel

Suchmaschinen wie Google oder Yahoo/Babelfish bieten bereits seit Jahren an, Texte oder Webseiteninhalte zu übersetzen. Was in vergangenen Jahren jedoch noch als Unterhaltungsmedium für profilierte Übersetzer galt, gewinnt mittlerweile immer mehr an Potenz und Genauigkeit. Vor allem Google hat sich zuletzt seinen Translator vorgenommen und viel Geld, Kompetenz und Arbeit in das Übersetzungsprogramm gesteckt. Es sind nunmehr Übersetzungen in 52 Sprachen möglich und ein kürzlicher Artikel in der New York Times berichtet über die Verbesserungen und stellt den Deutschen Wissenschaftler und Googlemitarbeiter Franz Och vor. Sein Kredo lautet:
“This technology can make the language barrier go away,” said Franz Och, a principal scientist at Google who leads the company’s machine translation team. “It would allow anyone to communicate with anyone else.”
Mein Test mit dem Google Translator produziert folgendes Ergebnis: „Diese Technologie macht die Sprachbarriere weg”, sagte Franz Och, Principal Scientist bei Google, die das Unternehmen die maschinelle Übersetzung Team führt. „Es würde jedermann erlauben, mit anderen zu kommunizieren.”
Wie sich zeigt ist noch nicht alles perfekt, jedoch merklich verständlich und als kleine Hilfe zwischendurch auf jeden Fall empfehlenswert. Wird es professionelle Übersetzer auf Dauer ersetzen? Weitere kontinuierliche Verbesserungen lassen es vermuten, allerdings beschreibt Hinrich Schmidt-Henkel, Chef des Übersetzerverbandes VdÜ, in einem Interview mit Buchreport.de, wie Mehrdeutigkeiten und anspruchsvoller Syntax nach wie vor eine Domäne für menschliche Übersetzungen bleibt.
Wir dürfen also zufriedenstellend festhalten, dass für uns Sprachenlernende Google Translator ein tolles Hilfsmittel für den Alltag ist, man jedoch durch das natürliche Erlernen einer Fremdsprache immer einen Vorteil gegenüber den Maschinen haben wird.
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