Archive for April, 2010

Sprachen & Beruf 2010

Nächste Woche steigt die 9. Konferenz für Fremdsprachen & Business Kommunikation in der internationalen Wirtschaft im Lindner Congress Hotel Düsseldorf vom 3. – 5. Mai. Die Schwerpunkte des Kongresses liegen wie jedes Jahr auf interkultureller Kommunikation und Zusammenarbeit und das nicht nur Europaweit, sondern weltweit mit speziellem Hinblick auf den Mittleren Osten, China und Lateinamerika. Zusätzliches Augenmerk wird auf das Internet und die Möglichkeiten der Sprachenweiterbildung im digitalen Bereich gelegt. Podiumsdiskussionen wie z.B. „Total digital? Die Zukunft des Sprachtrainings – Segen und Fluch der neuen Technologien“ klingen jetzt schon vielversprechend und sollten mit den vielen geplanten Workshops um Vokabeltraining und themenrelevanten Dialogen im World Café genug Gründe liefern, sich mit dem Kongress auseinander zu setzen.

Wir alle wissen, wie schwer es sein kann abseits des Berufs eine Fremdsprache zu lernen oder eine bereits vorhandene zu verbessern. Während es einigen gelingt durch die vielen, heutzutage vorhandenen Hilfsmittel, wie z.B. Online-Communities, Audio-CDs, Vokabelhefte, etc., autodidaktisch Lernerfolge zu erzielen, so vertrauen viele andere Berufstätige auf professionelle Sprachkurse unter qualifizierter Obhut. Genauso wichtig ist es jedoch auch den korrekten Umgang mit internationalen Gesprächspartnern zu kennen. Berufstätige, die täglich mit Fremdsprachen jonglieren, müssen nicht nur die passenden Vokabeln parat haben, sondern auch kulturelle Unterschiede beachten, wenn sie ausländische Geschäftsbeziehungen pflegen. Selbstverständlich können entsprechende Sprachkurse auch unter Berücksichtigung der kulturellen Differenzen bei Language Trainers gebucht werden ;)

Hier noch ein Link zur offiziellen Pressemitteilung des Kongresses.

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Früh übt sich

In einer Grundschule in Frankfurt wird seit neuestem Chinesisch unterrichtet. Wie einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu entnehmen ist, haben Erstklässler die Möglichkeit Chinesisch zu lernen und zusätzlich gibt es eine Chinesisch-AG für Dritt-und Viertklässler. Die Begeisterung an der außergewöhnlichen Sprache mitsamt seiner Zeichen und Aussprache wird im Artikel von Friederike Haupt durch ein Gespräch mit einer 10-Jährigen deutlich:

„Außer ‚Hallo‘ sagen kann ich jetzt auch schon bis 19 zählen. Das haben wir bis jetzt erst gelernt – wobei: Was heißt hier ‚erst‘?“ Die ambitionierte, junge Sprachenlernende ergänzt: „Und außerdem hört sich die Sprache einfach sehr schön an.“

Statt zu diskutieren, wie sinnvoll es ist, Kinder in diesem Alter schon Fremdsprachen lernen zu lassen, finde ich es toll, einfach mal die Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen. Und anscheinend gefällt es. Neue Sprachen könnten nicht einfacher gelernt werden, wenn natürliches Interesse dahinter steckt. Dank der Interkonnektivität des Internets ist es heutzutage auch unkompliziert Brieffreundschaften (E-Mail oder tatsächliche Briefe) ins Leben zu bringen, um somit die Fremdsprache weiter zu entfalten. Und warum müssen Kinder immer nur von Erwachsenen lernen und nicht vice versa? Vielleicht bringt die kindliche Freude am Fremdsprachen lernen auch die Eltern auf die Idee, eine neue Herausforderung aufzunehmen und dabei das Kind und sich selbst zu fördern. Gemeinsam lernt es sich immer noch am besten.

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Sprechen Sie Deutsch?

Laut einem Spiegel-Online Artikel lernen aktuell lediglich 15 Millionen Menschen auf der Welt Deutsch als Fremdsprache. Kolumnist Bastian Sick erörtert die Vorurteile gegenüber der Deutschen Sprache und interviewte Deutschlernende zwecks ihrer Motivation.

Komplizierte Grammatik und unharmonische Aussprache stehen dabei klassischer Musik und Studiumangebot gegenüber. Speziell die Verbreitung der deutschen Sprache scheint auf dem ersten Blick eine sofortige Einschränkung zu sein (wie hier zu sehen). Neben Deutschland selber, Österreich und der Schweiz ist die Sprache nirgends wo offizielle Sprache. Bei genauerem Hinblick wird jedoch deutlich, dass diese Konzentration auch ein Vorteil sein kann. So ist zum einen Deutsch die Sprache mit den meisten Muttersprachlern in Europa und zum anderen gehört Deutschland zu den wirtschaftlich potentesten Ländern der Welt. Schon ist der Sprache eine höhere Signifikanz gegeben.

Herrn Sicks 10 Gründe Deutsch zu lernen sehen wie folgt aus:

(1) Damit man die Texte von Tokio Hotel verstehen und phonetisch sauber mitsingen kann.

(2) Damit man Bill Kaulitz (dem Sänger von Tokio Hotel) einen Liebesbrief schreiben kann.

(3) Damit man bei deutschen Fernsehserien wie “Derrick”, “Ein Fall für zwei” und “Sturm der Liebe” nicht auf Untertitel angewiesen ist.

(4) Damit man seine Freunde durch Wörter wie “Fußballweltmeisterschaftsendrundenteilnehmer” oder “Überschallgeschwindigkeitsflugzeug” beeindrucken kann.

(5) Damit man Goethe im Original lesen kann. Und natürlich nicht nur Goethe, sondern auch alle anderen Klassiker der deutschen Dichtung, einschließlich Heinz Erhardt, Wilhelm Busch und Loriot.

(6) Damit man es als Porsche-Fahrer nicht nur allen zeigen, sondern auch noch allen sagen kann, dass der Wagen weder “Porsch” noch “Porschie” ausgesprochen wird.

(7) Damit man als Reinigungskraft in der Lage ist, gut gemeinte Hinweise zu berücksichtigen, wie man sie auf deutschen Putzmitteln findet, zum Beispiel “Augenkontakt unbedingt vermeiden!” oder “Dämpfe nicht einatmen!”

(8) Damit man bei der Bambi-Verleihung auf Deutsch sagen kann: “Ich danke meinen Eltern! Und allen Leuten von Sony Music! Und natürlich meinem Publikum! Ihr seid so wundervoll! Ich liebe euch alle!”

(9) Damit man als Journalist dem deutschen Außenminister bei einer Pressekonferenz Fragen auf Deutsch stellen kann.

(10) Damit man die Rolle des Bösewichts im nächsten James-Bond-Film bekommt.

Diese teils amüsante Konstellation lässt sich natürlich endlos fortsetzen. Wichtig ist jedoch, dass Deutsch als Sprache eine sehr große literarische Tradition besitzt, eine wahre Herausforderung für jeden Sprachliebhaber ist und zugleich bedeutendes Steckenpferd im europäischen Karrieremarkt.

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Das größte Wörterbuch der Welt

Die Gebrüder Schroeter sind auf einer ehrenwerten und für alle Sprachenlernenden interessanten Mission. Sie haben sich zum Ziel gesetzt im Internet das größte Wörterbuch der Welt zu erstellen. Laut einem Bericht der Deutschen Welle sollen die insgesamt 5 Millionen Nutzer des Internetportals bab.la mithelfen dieses Riesenprojekt zu meistern. Getauft als das Internetportal für Sprachliebhaber kommt babla eigentlich aus dem schwedischen, eine der Sprachen mit denen die Schroeters aufgewachsen sind, und bedeutet „schwätzen“.

Neben dem sich kontinuierlich entwickelnden Wörterbuch, welches unter anderem auch Deutsch-Chinesisch, oder Italienisch-Rumänisch enthält, bietet das Sprachportal ebenso Vokabeltrainer, Tests und Spiele, welche das Erlernen einer Fremdsprache nicht nur vereinfachen, sondern auch unterhaltsam gestalten. Die Webseite ist mittlerweile in 15 Sprachen navigierbar und bietet Neulingen wie Erfahrenen eine tolle, weil interaktive Plattform ihre Fremdsprache zu verbessern. Mitgründer Thomas Schroeter fasst zusammen: „Die Begeisterung für Sprachen ist eben eine weltweite Angelegenheit“.

Solche Initiativen und Webseiten demonstrieren wieder einmal die Potenz und das Dialogpotential des Internets in Verbindung mit verschiedenen Sprachen. Hier kollaborieren Millionen Menschen unterschiedlichster Herkunft auf einer gleichen Plattform um sich untereinander zu helfen. Während das Internet die technische Basis stellt, um ein solches Projekt zu starten, so sind es doch vor allem die Fremdsprachen, welche die eigentliche Kommunikation ermöglichen. Ich kann jedem nur empfehlen mal bei bab.la vorbei zu schauen. Auch Sie kennen doch bestimmt noch ein Wort aus dem letzten Urlaub, welches unbedingt noch in das Wörterbuch gehört…

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