29. November 2010 at 21:29
· Filed under Austausch, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
Obwohl der Wettbewerb bereits seit 2 Monaten sein Tore für Einreichungen geöffnet hat, so bin ich erst vergangene Woche durch einen kleinen Onlineartikel der Sueddeutschen darauf aufmerksam geworden. Tongue Stories – Wettbewerb für Sprachgeschichten lautet der Name des großen Sprachenprojekts der Europäischen Kommission. Die EU besteht mittlerweile aus 27 Staaten mit 23 verschiedenen Amtssprachen. Um ein einheitliches Europa zu schaffen, dass sich gegenseitig unterstützt, zusammenhält und Probleme löst, müssen sich die Menschen verständigen können. Der beschriebene Wettbewerb ruft alle über 18 Jahren dazu auf einen Beitrag zu kreieren, welche Vorteile es hat, eine Fremdsprache zu beherrschen.
Einreichungen können entweder als Video oder Audio, als auch als Bild erfolgen und müssen während der Einreichungsphase bis zum 31. Januar 2011 der Europäischen Kommission vorliegen. In der folgenden öffentlichen Abstimmungsrunde dürfen dann 3 Stimmen abgegeben werden. Zusammen mit der Jury des Veranstalters werden insgesamt 31 nationale Sieger erkoren, welche zur Preisverleihung in Brüssel, im Rahmen des Europatags am 10. Mai 2011, eingeladen werden.
Es handelt sich hierbei um eine tolle Initiative, wie ich finde, die Sprachen lernen mit Spaß und Kreativität verknüpft. Zum Einen erleichtert dies ersteres und zum anderen motiviert man somit auch reservierte Menschen den europäischen Multikulturcharakter persönlich mitzugestalten. Ich empfehle allen Lesern die Seite zu besuchen und sich auch die einen oder anderen Einträge anzuschauen. Es lohnt sich.
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12. November 2010 at 11:51
· Filed under Business, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
Aktuell findet das G20 Summit der 19 wirtschaftsstärksten Länder der Welt und entsprechendem Vertreter der EU in Seoul statt. Die Staatsoberhäupter, Finanzminister und respektiven Bankpräsidenten reisen aus diesem Zweck in die südkoreanische Hauptstadt. Aufgrund der hohen Internationalität sollte es niemanden verwundern, dass hier insgesamt mehr als 14 verschiedene Sprachwelten aufeinander treffen und dies zählt noch nicht einmal die lokalen Dialekte.
Aus diesem Grund werden, wie bei anderen großen, internationalen, politischen Ereignissen auch, viele Übersetzter eingesetzt. Es sind 42 in Südkorea, drei davon Koreaner und weitere 18 sind auf Abruf parat sollten mehr benötigt werden. Die Koreanischen Übersetzer sind in diesem Zusammenhang dafür verantwortlich, Englisch zu Koreanische und vice versa zu übersetzen. Interessant wird es, wenn der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak spricht. Sein Koreanisch wird zunächst ins Englische übersetzt, bevor weitere Übersetzungen fortgehend dem Englischen entnommen werden.
Da die offizielle Sprache dem Gastgeber angepasst wird, verläuft es anders wenn andere Staaten das Wort ergreifen. Die Rede wird umgehend ins Koreanische übersetzt, bevor weitere Fremdsprachen aus dem Koreanischen abgeleitet werden.
Die Arbeit der Übersetzter muss in schnellster Zeit und höchster Exaktheit erfolgen, so dass keine Missverständnisse verstehen. Ein tolles Spektakel für alle Fremdsprachenlernende und angehende Übersetzer.
Alle Daten sind aus diesem Artikel der Korea Times.
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22. Oktober 2010 at 14:19
· Filed under Bizarres, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
In vergangenen Blog-Einträgen habe ich schon öfter auf die Relevanz von Sprachen aufmerksam gemacht, wenn es darum geht, neue Sachen zu lernen oder Problem zu konfrontieren. In diesem Zusammenhang habe ich nun eine Kollektione von Studien gefunden, orchestriert bei Lera Boroditsky, welche assistierende Professorin in Psychologie, Neurowissenschaft, und Symbolische Systeme an der Stanford Universität ist. Sie hat sich ausführlich mit der philosophischen Frage beschäftigt, ob Sprachen unsere Denkweise diktieren oder zumindest beeinflussen. Persönlich sieht sie die Fähigkeit eine Sprache zu sprechen als wichtigste kognitive Qualität des Menschen an. Nicht nur werden soziale Beziehungen geknüpft und gepflegt, ohne Sprachen wäre ein Leben undenkbar.
Beispiele aus ihrer Forschung zeigen differenzierende Denkmuster aufgrund von Sprachen in verschiedenen Bereichen. Am Beispiel einer Aboriginie Kommune wird deutlich, wie dies Einfluss auf die Orientierung nehmen kann. An Stelle von rechts, links, oben und unten werden im Stamm der Kuuk Thaaryorre die Himmelsrichtungen verwendet. Somit sehen Instruktionen beispielsweise wie folgt aus: „Kannst du bitte ein wenig westlich rücken?“ „Das Regal muss noch ein wenig nordöstlich stehen“. Was sich im ersten Moment für uns unnatürlich anhört, ist die Norm dort. Diese Form zu Sprechen hat in Folge-Studien gezeigt dass Mitglieder der Kuuk Thaaryorre ein viel besseres Orientierungsverständnis als Englischsprachige Menschen haben.
Weiter Sprachnovitäten im Grieschichen und Mandarin zeigen ähnliche Muster einer anderen Denkweise. Darauhin hat Frau Boroditsky englische Muttersprachler fremdsprachige Redewendungen beigebracht mit dem überraschen Ergebnis, dass sich nach mehrmaligen Gebrauch die Denkmuster in die respektive Richtung verschoben haben.
Neue Sprachen lernen ist somit auch immer eine neue Art zu denken. Toll!
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9. August 2010 at 09:53
· Filed under Bizarres, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
Ich wurde vergangene Woche von einer Kollegin auf einen amüsanten Videoclip bei Youtube aufmerksam gemacht. Bei dem Video handelt es sich um einen niederländischen Werbespot mit dem generischen Titel „The worlds funniest commercial“. Soweit diese Aussage doch im Auge des Betrachters liegt, muss ich zugeben, dass der 42-Sekunden Spot doch zumindest ein Schmunzeln auf die Lippen zaubert. Die Synopsis lautet wie folgt:
Eine Familie mit 2 Kindern steigt in ihr Auto und der Vater schaltet das Radio an. Aus dem Radio erschallt obszöne Musik. Dies meint man zumindest, bevor die gesamte Familie beginnt sich rhythmisch zum Lied zu bewegen. Die Auflösung des kuriosen Spiels folgt prompt nachdem die Familie das Auto in Gang setzt und „Engels leren?“ (niederländisch für ‚Englisch lernen?‘) auf dem Bildschirm erscheint. Nun wird klar, dass es den Familienmitgliedern an Fremdsprachenkenntnissen fehlte, um die Songtexte zu verstehen.
Bei dem Werbespot handelt es sich somit selbstverständlich um eine Sprachschule, welche auf ihre Dienste aufmerksam machen möchte und dies äußerst humorvoll tut. Zwei weitere implizierte Bedeutungen sind ebenfalls heraus zu lesen. Zum einen wird die Bedeutung der Englischen Sprache hervor gehoben, welche speziell in der modernen Popmusik fast ausschließlich Verwendung findet und somit essentiell für Musikliebhaber sein sollte. Zum anderen wird eine Situation offen gelegt, die wohl jedem passieren kann, der im Ausland ist und die Sprache nicht beherrscht. Naivität kann also für guten Humor sorgen.
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1. August 2010 at 16:40
· Filed under Bizarres, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
In den vergangenen Wochen habe ich mich vorwiegend Themen gewidmet, die sich mit den zusätzlichen Vorteilen beschäftigen, welche das Erlernen einer Fremdsprache mit sich bringt. Auch für den heutigen Blogeintrag habe ich etwas gefunden, was mich in meiner allgemeinen positiven Einstellung gegenüber Fremdsprachen bestätigt. Eine gemeinschaftliche Studie an britischen und einer finnischen Universität haben interessante Ergebnisse hervorgebracht. Wie Cinthia Briseno in ihrem Artikel über Hirnforschung auf Spiegel Online zusammenfasst. Anhand von Analysen mit 872 Gehirnen von Verstorbenen haben die Wissenschaftler erkannt, dass sich die Chance mit Demenz zu erkranken mit jedem weiteren persönlichen Weiterbildungsjahr reduzieren.
Selbstverständlich muss das nun nicht heißen, dass man bis zum Lebensende tagtäglich die Vokabelhefte und Grammatikbücher durchwälzen muss, jedoch bieten Fremdsprachen die Möglichkeit kognitiv auf Trab zu bleiben und somit etwas für seine Gesundheit tun. Tatsächlich werden Pausen, selbst von Freizeitaktivitäten, empfohlen, damit sich der Körper besser auf die neuen Herausforderungen einstellen kann. Als adaptives Wesen besitzen wir die Fähigkeiten dazu, müssen aber nichts desto trotz durch eine Lernperiode. Gehirnforderung und –Förderung auch außerhalb des Job bleibt jedoch sehr wichtig, wie weitere Studien beweisen die eine kausale Verbindung zwischen körperlicher und geistiger Betätigung und dem Risiko an Alzheimer zu erkranken erkannt haben.
Bücher, Sport, Reisen, Instrumente lernen sind auch alles ebenbürtige Freizeitaktivitäten, welche zu ähnlichen Resultaten führen. Ein gesunder Mix ist somit wahrscheinlich die beste Option. Lernen Sie für Job, für Freunde, für Ausland und Reisen, aber wie einmal wieder gezeigt, lernen Sie vor allem für sich selbst. Nicht zu letzt, weil es sie gesund hält
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16. Juli 2010 at 10:18
· Filed under Bizarres, Sprachenvorteile · Posted by Daniel
Die Fussball-Weltmeisterschaft ist vorbei und viele Zeitungen und ihre respektiven Internetpräsenzen werden vermutlich wieder ruhiger, wenn es darum geht die ausländische Presse zu zitieren. Bei sportlichen Großturnieren ist es ein beliebtes Mittel, um Meinungen und Stimmen aus anderen Ländern einzufangen und dabei, wie der letzte Eintrag erläuterte, eine andere Perspektive auf ein bekanntes Licht zu werfen. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um eine zügige Prozessabwicklung, damit idealerweise schon am gleichen Tag mit den deutschen Schlagzeilen, die internationalen Zeilen zum Vergleich hergezogen werden können. Das es dabei möglicherweise zu merkwürdigen Übersetzungen kommen kann, mag dem ein oder anderen aufmerksamen Leser schon aufgefallen sein.
Ein Parade-Beispiel dafür hat Lukas Heinser für den Bildblog vergangene Woche geschildert. Nachdem, für deutsche Fans, enttäuschendem Ergebnis im Halbfinale gegen Spanien, tauchte folgender Übersetzung eines New York Times Artikels zum Spiel auf:
„Der Patient Spanien serviert einen K.o.“
Eine Aussage, welche beim ersten Lesen nicht sofort für Verwirrung stiften muss, sollte jedoch spätestens beim zweiten Blick ein Runzeln auf der Stirn verursachen. Patient Spanien? Warum Patient? Wie Lukas Heinser sarkastisch bemerkt, kann sich wohl kaum um die eigentliche Mannschaft handeln, welche topfit und ohne Verletzungssorgen (einzige Ausnahme, ein angeschlagener Fernando Torres) in das Spiel gegangen ist. Statt nun nach weiteren Interpretationen für die Metapher zu suchen, könnte es einfacher sein, sich dem Originalartikel der New York Times zu widmen.
„Patient Spain delivers a Knockout.“
Ahhh! Nicht der Patient Spanien, sondern vielmehr das geduldige Spanien, welches sich nicht von der deutschen Abwehr hat frustrieren lassen und konzentriert bis zum siegreichen Kopfballtor von Puyol 15 Minuten vor Spielschluss weiter spielte. Das macht mehr Sinn.
Beim nächsten internationalen Pressespiegel mal genauer hinschauen und prüfen, ob sich nicht wieder ein Fauxpas eingeschlichen hat.
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9. Juli 2010 at 11:02
· Filed under Sprachenvorteile · Posted by Daniel
Es wurde zuletzt eine Studie der Amerikanischen Universität in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) veröffentlicht, welche unter der Obhut von Anatoliy Kharkhurin zeigt, wie die kreative Leistung von mehrsprachig sprechenden Testpersonen, die von einsprachigen übersteigt. Die Eigenschaft zwei oder mehr Sprachen sprechen zu können (in der eigentlichen Studie wurden Bilinguale gegen Monolinguale verglichen, s. Hier) fruchtet in innovativere und schärfere Problemlösung. Dabei sind es vor allem die zusätzlichen kognitiven Fähigkeiten, erlernt und vorhanden durch die zusätzliche Sprache, welche es mehrsprachig sprechenden Menschen ermöglicht, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und somit kreativere Lösungsvorschläge hervorzubringen. Natürlich ist dies besonders hilfreich in IQ-Tests, so dass es niemanden verwundern sollte, dass Herr Kharkurin zum Entschluss kommt, dass, in seinem Fall, Bilinguale besser bei Intelligenztests abschneiden, also effektiv schlauer sind.
Selbige Erfahrung habe ich auch schon gemacht im Rahmen meiner Universitätszeit hier in London. Aufgrund der hohen Internationalität des Instituts findet man sich tagtäglich mit Gesprächspartnern aus der UK, Indien, den USA, Australien oder dem Nahen Osten im Gespräch. Kulturelle Unterschiede und Besonderheiten kommen dann schnell an die Vorfront und erweitern den eigenen Horizont bezüglich fremder Sitten. Dies wird besonders interessant wenn man reflektiert bekommt, wie die persönlichen Angewohnheiten oder heimatische Politik im Ausland wahrgenommen werden. Ein völlig anderes Bild entsteht, was einem hilft selbst bekannte Muster kritischer zu beäugen. Die Grundvoraussetzung für diesen wie auch den folgenden Fall, ist die Beherrschung einer Fremdsprache, welche die Kommunikation ermöglicht. Ich empfehle zunehmend ausländische Tageszeitungen, da sie auf der einen Seite ein toller Spiegel der örtlichen Kultur sind und des weiteren ein zweites oder drittes Licht auf bekannte Probleme werfen. Somit erweitert man auch seine eigenen Möglichkeiten und wie Herr Kharkurin heraus fand, wird man zusätzlich schlauer.
Wenn das keine Motivation ist noch heute mit einer neuen Fremdsprache zu beginnen oder eingerostete Kenntnisse wieder aufzufrischen, dann weiß ich auch nicht. Auf geht’s und noch heute die Bücher und Vokabellisten wieder herausholen, oder hier mit uns in Kontakt treten.
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