{"id":166,"date":"2013-06-07T14:53:47","date_gmt":"2013-06-07T13:53:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/?p=166"},"modified":"2017-08-14T16:30:31","modified_gmt":"2017-08-14T15:30:31","slug":"language-is-the-dress-of-thought-samuel-johnson","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/language-is-the-dress-of-thought-samuel-johnson\/","title":{"rendered":"&#8222;Language is the dress of thought!&#8220; &#8211; Samuel Johnson"},"content":{"rendered":"<p>Samuel Johnson \u2013 der wichtigste Gelehrte und Literat Englands im 18. Jahrhundert\u00a0 ist nach Shakespeare der am zweith\u00e4ufigsten zitierte englische Schriftsteller. Er schrieb zahlreiche einflussreiche Biografien und Literaturkritiken und war Schl\u00fcsselfigur des kulturellen Lebens Londons zu jener Zeit. Ganz besonders bekannt ist er f\u00fcr sein W\u00f6rterbuch <i>Dictionary of the English Language<\/i>, an dem er neun Jahre arbeitete und das er fast im Alleingang verfasste \u2013 Unterst\u00fctzung bekam er lediglich durch seine Angestellten, die seine markierten Literaturverweise verschriftlichten.<\/p>\n<p>Die englische Schriftsprache war Mitte des 18. Jahrhunderts \u00e4u\u00dferst uneinheitlich und es fehlten Normen und Rechtschreibregeln. Daher fanden sich mehrere Verlage zusammen, die Johnson den Auftrag erteilten, innerhalb von drei Jahren ein W\u00f6rterbuch zu verfassen, das die wichtigsten W\u00f6rter der englischen Sprache beinhalten und k\u00fcnftig ein Regelwerk sein sollte. Im Laufe seines Lebens nahm Johnson einige Ver\u00e4nderungen und Erg\u00e4nzungen vor \u2013 insgesamt beinhaltet das Werk ca. 42.000 W\u00f6rter.<\/p>\n<p>Anders als die W\u00f6rterb\u00fccher heute zeichnet sich Johnsons Dictionary besonders durch seinen Humor aus. Viele Erkl\u00e4rungen und Definitionen sind gepr\u00e4gt von Sprachwitz und politischen Spitzen, aber auch sich selbst nahm Johnson an einigen Stellen gern auf die Schippe. So definiert er einen Lexikograf als einen<i> \u201cwriter of dictionaries, a harmless drudge &#8230;<\/i>\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" title=\"Samuel Johnson\" src=\"http:\/\/static.guim.co.uk\/sys-images\/Books\/Pix\/pictures\/2009\/4\/15\/1239806344431\/Dr.-Samuel-Johnson-by-Jos-002.jpg\" alt=\"\" width=\"264\" height=\"158\" \/><\/p>\n<p>Trotz vieler aus heutiger Sicht fragw\u00fcrdiger Definitionen und Herangehensweisen an Aspekte wie Aussprache oder Etymologie war Johnsons W\u00f6rterbuch lange Zeit das Standardwerk. Heute sind Linguisten, Literaturwissenschaftler und Historiker \u00a0vor allem f\u00fcr den gro\u00dfen Korpus an umgangssprachlichen W\u00f6rtern der damaligen Zeit dankbar. In seiner Bedeutung abgel\u00f6st wurde das Johnson Dictionary erst Ende des 19. Jahrhunderts durch das Oxford Dictionary, das vermutlich jeder im Schrank stehen hat, der Englisch lernt oder gelernt hat.<\/p>\n<p>Einige Exemplare des W\u00f6rterbuchs sind noch erhalten \u2013 im Johnson House am Gough Square in London kann man sich eines davon ansehen \u2013 und Johnsons eindrucksvolles Haus mit samt seiner Bibliothek bestaunen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Samuel Johnson \u2013 der wichtigste Gelehrte und Literat Englands im 18. 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