{"id":660,"date":"2013-09-13T18:06:50","date_gmt":"2013-09-13T17:06:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/?p=660"},"modified":"2013-09-13T20:11:08","modified_gmt":"2013-09-13T19:11:08","slug":"vokabeln-lernen-fur-dummies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/vokabeln-lernen-fur-dummies\/","title":{"rendered":"Vokabeln lernen f\u00fcr Dummies"},"content":{"rendered":"<p><strong>Schmei\u00dft die Karteikarten aus dem Fenster! Wir verraten Wege, wie man seinen Wortschatz spielend leicht erweitern kann.<\/strong><\/p>\n<p>Als ich vor vier Monaten in Argentinien ankam, konnte ich so gut wie kein Spanisch. Nicht nur meine Sprachkenntnisse waren m\u00e4\u00dfig \u2013 ich war bereits bei der Ankunft im Land meiner Tr\u00e4ume ziemlich pleite. Also musste ich beim Sprache lernen improvisieren. Schnell gehen musste es auch noch, schlie\u00dflich wollte ich mich m\u00f6glichst schnell alleine zurecht finden. In dieser Reihe stelle ich euch Alternativen zu Karteikarten und Vokabelheft vor.<\/p>\n<p><strong>Die Ersatzwort-Methode<\/strong><\/p>\n<p>Die <em>Ersatzwort- <\/em>oder auch <em>Schl\u00fcsselwort-Methode<\/em> ist eine besondere Form der good old Eselsbr\u00fccke. Zur Vokabel, die man lernen m\u00f6chte, sucht man sich ein im Schrift- oder Klangbild m\u00f6glichst \u00e4hnliches Wort in der Muttersprache. Zusammen mit der \u00dcbersetzung verkn\u00fcpft man sie dann zu einem Bild.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/laptop11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-667\" title=\"laptop11\" src=\"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/laptop11-300x224.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/laptop11-300x224.jpg 300w, https:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/laptop11.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><strong>Zwei Beispiele aus dem Franz\u00f6sischen:<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Hund = chien<br \/>\n<em>Der Hund schlittert auf den Ski in den Abgrund.<\/em><\/p>\n<p>Katze = chat<br \/>\n<em>Seit meine Katze wieder Single ist, h\u00f6rt sie nicht mehr auf zu chatten.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\"><br \/>\nDiese Art zu lernen funktioniert deshalb so gut, weil sich das Gehirn Bilder wesentlich besser merken kann als abstrakte Lerninhalte. Dies wurde durch Studien belegt: Probanden konnten sich mithilfe der Schl\u00fcsselwort-Methode durchschnittlich an\u00a088 % der gelernten Begriffe erinnern. Die Vergleichsgruppe, die auf die klassische Art lernte (abdecken und wiederholen) brachte es nur auf 28%. Um das Ergebnis nicht zu verf\u00e4lschen und alle Teilnehmer mit den gleichen Voraussetzungen starten zu lassen, wurden \u00fcbrigens erfundene Vokabeln benutzt.<\/span><\/p>\n<p><strong>Kurzgeschichten schreiben<\/strong><\/p>\n<p>Erfindungsreichtum ist bei der <em>Kurzgeschichten-Methode <\/em>unerl\u00e4sslich. Zun\u00e4chst sucht man sich eine Reihe (m\u00f6glichst unterschiedlicher) Vokabeln, die man lernen m\u00f6chte. Um diese herum wird dann eine Geschichte gebaut. Es macht nichts, wenn man mit dem Lernen der Sprache noch am Anfang steht. In diesem Fall schreibt man die Geschichte mit Ausnahme der Vokabeln einfach in der Muttersprache. Das Ergebnis klingt naturgem\u00e4\u00df ein wenig absurd &#8211; Dies ist f\u00fcr den Lerneffekt jedoch von Vorteil:\u00a0 Solche seltsam klingenden Inhalte pr\u00e4gt man sich besser ein, da sie im wahrsten Sinne des Wortes merk-w\u00fcrdig sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/buch-schreiben.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-669\" title=\"buch-schreiben\" src=\"http:\/\/www.language-trainers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/buch-schreiben.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Dass man sich intensiver mit etwas auseinandersetzt, wenn man es aufschreibt, statt es nur zu lesen, d\u00fcrfte keine gro\u00dfe Neuigkeit sein. Entscheidend ist aber auch, auf welche Art und Weise geschrieben wird. Wissenschaftler aus Frankreich haben herausgefunden, dass sich handgeschriebene Texte weitaus besser ins Ged\u00e4chtnis einpr\u00e4gen, als am Computer abgetippte. Schreibt man ganz klassisch mit der Hand, entsteht durch das Nachzeichnen der Buchstaben eine visuelle Erinnerung im Gehirn. Die motorische Aktivit\u00e4t beim Tippen hingegen ist zu abstrakt und hinterl\u00e4sst einen weniger bleibenden Eindruck.<\/p>\n<p><strong>Oldie but goldie: Die Klo-Methode<\/strong><\/p>\n<p>Wer jemals in einer WG mit Erasmus-Studenten war, wei\u00df wovon ich spreche: Einfach einen Zettel mit den wichtigsten Vokabeln in Sichtweite der Toilettensch\u00fcssel anbringen und die Notdurft wird zum Lernspa\u00df. Ungew\u00f6hnlich mag das nicht sein, doch ich wollte diesen Klassiker nicht unerw\u00e4hnt lassen, erf\u00fcllt er doch einfach alle Anforderungen an eine perfekte Lernmethode: Schnell, effektiv und spielend leicht. Meine bevorzugte Art, lange Verbtabellen zu lernen. In der K\u00fcche angewendet, ist auch das Geschirr sp\u00fclen ein bisschen weniger langweilig.<\/p>\n<p>Diese drei Methoden helfen, sich schnell und ohne gro\u00dfe M\u00fche eine Vielzahl neuer W\u00f6rter einzupr\u00e4gen. Und ich hatte die Gelegenheit, so kurz vorm Wochenende noch ein wenig Katzencontent in den Blog zu schmuggeln. N\u00e4chste Woche gibt es mehr davon.<\/p>\n<p>Miau!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schmei\u00dft die Karteikarten aus dem Fenster! 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