Esperanto ist eine Sprache, von der ich schon immer fasziniert war und mir fest vorgenommen habe, sie einmal zu lernen. Bei Esperanto handelt es sich um eine Plansprache, sie wurde also bewusst vom Menschen erdacht und ist somit frei von Unregelmäßigkeiten der natürlich gewachsenen Sprachen.

Beeindruckend ist die Geschichte hinter dieser Kunstsprache. Ludwik Zamendorf, der sich selbst Doktor Esperanto nannte, begründete das Esperanto in den späten neunziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts. Sein Ziel war es, eine leicht erlernbare Sprache zu entwickeln, die der Völkerverständigung dienen sollte, da er in seiner Jugend in Białystok

Zeuge von Konflikten zwischen verschiedenen Volksgruppen war. Im lag daran, durch eine gemeinsame Sprache eine Verständigung zwischen unterschiedlichen Menschengruppen zu erreichen. Seine Philosophie fand viele Anhänger; zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bildeten sich die ersten Verbände, erst national und dann auch weltweit. Interessant ist, dass Esperanto im Nationalsozialismus und unter Stalin verpönt war, Verbände aufgelöst und ihre Mitglieder teilweise verfolgt wurden. Auch später hatte es Schwierigkeiten, in einigen Ländern anerkannt zu werden, wuchs aber dennoch zu einer Sprache, die viele Sprecher hat, davon eine beträchtliche Menge an Muttersprachlern.

2008_uk_flagoj1.jpgEsperanto folgt einfachen Regeln und bedient sich Wortstämmen von bereits vorhandenen Sprachen, vor allem den romanischen. Das macht es leicht, sich Vokabeln einzuprägen. Es hat eine einfache Grammatik und lässt sich leicht aussprechen. Dennoch hat das Interesse an Esperanto stark nachgelassen, nachdem immer mehr Menschen auf der Welt Englisch sprechen und Esperanto in vielen Ländern nicht als vollwertige Sprache anerkannt wird, da ihr das kulturelle Erbe fehlt.

Was bleibt, ist jedoch das, wofür Esperanto steht: Eine Sprache, die Welt zusammenbringen soll.

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