je-ne-comprends-pas7.jpgAls ich vor einiger Zeit mit meinen drei engsten Freundinnen zusammensaß, kamen unweigerlich alte Geschichten auf den Tisch, denn wir haben viele Jahre lang gemeinsam die Schulbank gedrückt.

Im Fokus standen diesmal alte Kamellen über den Französischunterricht, denn anstatt Vokabeln zu lernen, beschäftigten wir uns damals lieber mit albernen Streichen und dem zweifelsohne traurigen Privatleben des Französischlehrers. Nachdem wir Erinnerungen über versteckte Arbeitsblätter und mit Tafelwasser eingeweichte Lehrerstühle ausgetauscht hatten, wurden wir melancholisch, denn wir mussten leider einheitlich die erschütternde Bilanz ziehen, die Sprache allesamt kaum sprechen zu können – und das nach 5 Jahren Unterricht!

Um uns die Sache etwas schön zu reden, holten wir aus unserem Gedächtnis alles, was wir finden konnten, und warfen das in einen imaginären Vokabeltopf. Interessant dabei war, dass es viel mehr französische Wörter im Deutschen gibt, als man gedacht hätte. Viele Wörter sind schon so in die deutsche Alltagssprache integriert, dass sie kaum als Lehnwörter auffallen. Eine Freundin konnte besonders mit kulinarischen Begriffen aufwarten – Bonbon, Café, Patisserie, Remoulade, Frikassee, Gelee, Souflee, Raclette, Pommes … die Liste ist endlos. Aber auch Begriffe aus der Modewelt sind häufig französischen Ursprungs, z.B. Kostüm, Chiffon, Negligee, Corsage, Dessous, Satin – vom militärischen Jargon ganz zu schweigen.

Wenn man mit diesem Wissen nun auch Sätze bilden und sich in Frankreich wenigstens rudimentär verständigen könnte, hätte dieses Spielchen vielleicht sogar über die Schmach unsere Schulfranzösischunterrichts hinwegtäuschen können. Stattdessen hat es uns angeregt, unsere Sprachkenntnisse aufzufrischen.

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