Venison for dinner? – Oh deer!

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Wortspiele sind einfach in allen Sprachen ein humoristischer Dauerbrenner – im Englischen werden sie allgemein puns genannt. Ganze Sammlungen von englischen Wortspielen werden manchmal auch passenderweise unter dem Namen punography zusammengefasst. Im Internet findet diese alte rhetorische Figur nun eine neue Heimat, nachdem sie zunächst im Volksmund und in Büchern zu Hause war. Viele literarische Größen – von Shakespeare über Alexander Pope bis Oscar Wilde und Vladimir Nabokov – haben sich ihrer reichlich bedient. Die Grenzen zwischen raffinierter Doppelsinnigkeit und plumpem Kalauer sind fließend –  und vielleicht macht gerade das ihren Reiz aus.

Besonders im Englischen ist diese Form des Humors ein wichtiger Bestandteil der Sprachkultur. Um Sprach- und Wortwitze zu verstehen, sind oft fortgeschrittene Kenntnisse nötig. Umso motivierter und bestärkter wird man, wenn man sie versteht. Diesen Effekt nutzen Sprachlehrer, um Farbe in den Sprachunterricht zu bringen, denn mit Spaß lernt es sich bekanntlich leichter.

Internetseiten wie Imgur oder Tumblr sind wahre Fundgruben für Humor jedweder Art. Daher kann man auch Wortspielen hier kaum aus dem Weg gehen. Es gibt sogar einige Memes, die allein auf Wortspielereien aufbauen – zum Beispiel das beliebte Meme um den Lame Pun Coon, den lachenden Waschbären, der mit einem schier unerschöpflichen Schatz an albernen Kalauern aufwartet. Der Condescending Literary Pun Dog wiederum spricht die belesenen Internetnutzer an und äußert herablassende Metakommentare in Form von Wortspielen mit literarischem Bezug.

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